Vollelektronisch zur Broschüre
20. Oktober 2026
Seit ihrer Gründung 1989 hat sich O.D.D. Print + Medien zu einem der modernsten Print- und Medienhäuser der Rhein-Main-Region entwickelt. Als Full-Service-Dienstleister deckt das Unternehmen ein breites Leistungsspektrum ab.
Um der Vielfalt gerecht zu werden, sind Datenaufbereitung, Automatisierung, Prepress-Workflows und Produktionsprozesse in dem 130 Mitarbeiter zählendem Hause O.D.D. eng verzahnt; Druckvorstufe und Datenmanagement wachsen hier konsequent zusammen, um Effizienz, Qualität und Personalisierung sicherzustellen. In der Weiterverarbeitung hat das Unternehmen dafür in den letzten Jahren massiv in Systeme des Print-Finishing-Spezialisten FKS investiert.
Mehr Aufträge, aber kleinere Volumina
Dass diese Investitionen notwendig waren, hat handfeste betriebswirtschaftliche Gründe, wie Betriebsleiter Christian Sieber erläutert: „Unsere Auftragslage ist extrem gut“, sagt er nicht ohne Stolz. „Wir haben zuletzt unseren Bestandskundenstamm noch einmal ausbauen können und das Akzidenzaufkommen ist bei uns tatsächlich in den letzten Jahren entgegen dem Trend gestiegen.“
Allerdings hat sich das Auftragsverhalten verändert. Dem Mehr an Aufträgen stehen geringere Volumina gegenüber. „Wir müssen flexibel auf veränderte Kundenwünsche reagieren: Wenn man solche Aufträge, wie beispielsweise kompakte Vierseiter im Endformat zu konfektionieren, auf einem alten Sammelhefter abarbeitet, sind sie schlicht unwirtschaftlich.“
Beim Stichwort Konfektionieren kommt die FKS/Duplo iSaddle als digital gesteuertes Broschüren-Produktionssystem und vollautomatisierter, falzender Sammelhefter ins Spiel. „Die Rüstzeiten waren das Argument, mit dem das Projekt für uns interessant wurde“, so Sieber. Dank hinterlegter Programme und automatisierter Abläufe verkürzen sich die Einrichtezeiten massiv: „Wo man am herkömmlichen Sammelhefter früher zwei Stunden fürs Einrichten gebraucht hat, steht die iSaddle nach zwanzig Minuten in den Startlöchern.“ Und das Potenzial ist längst nicht ausgereizt, schließlich ist das System erst Ende Juli eingezogen; die Buchbinder befinden sich noch in der spannenden Phase, die tatsächlichen Fähigkeiten aus dem System erst herauszukitzeln.
Vollelektronisch zur Broschüre
O.D.D. Print + Medien in Bad Kreuznach setzt auf die FKS/Duplo iSaddle: Das Broschürensystem verknüpft digitale Flexibilität mit der Heft- und Schneidetechnik einer Großanlage.
Der Charme der Flexibilität
In Augenschein genommen hatte man die FKS/Duplo iSaddle schon vor zwei Jahren, doch damals gab es schlicht noch keinen akuten Bedarf. Als das Akzidenzgeschäft aber zulegte, reifte die Investitionsentscheidung, die nach einem Demotermin im FKS-Showroom in Neuss besiegelt wurde.
Dass die iSaddle dabei keineswegs auf kleine Auflagen limitiert ist, bewies direkt einer der ersten größeren Aufträge: Eine 80-seitige A4-Broschüre mit einer Auflage von 4.000 Exemplaren lief absolut reibungslos und überzeugte in puncto Qualität auf ganzer Linie.
„Der Charme der iSaddle liegt schlicht darin, dass sie die Flexibilität im Kleinauflagenbereich ab 50 Exemplaren mit der soliden Heft- und Schneidetechnik einer klassischen Großanlage verknüpft“, bringt es FKS Key Account Manager Oliver Jobi auf den Punkt.
Stabilität im Alltag gefragt
Ausgestattet ist das installierte System mit zwei Türmen à zehn Stationen, vier Heftköpfen, einer Sechsseiterfunktion sowie integriertem Rundum- und Zwischenschnitt. Technisch ist die Anlage auf Stabilität im Alltag ausgelegt: Dank Ultraschalldoppelbogenkontrolle werden schwierigste, dunkle Digitaldruckerzeugnisse prozesssicher eingezogen. Verarbeitet werden Grammaturen bis 350 Gramm, schwerere Materialien ergeben bei diesem Verfahren laut Jobi schlicht keinen Sinn. Zudem bleibt die Produktion flexibel erweiterbar, denn die Anlage ist jederzeit durch einen dritten oder vierten Turm ergänzbar. Das schafft Luft nach oben für Großprojekte.
Die Partnerschaft von O.D.D. und FKS startete erst 2020 mit einer FKS/Multigraf Touchline CP 375 Duo mit Falzwerk TF375, die als kompakte All-in-One-Lösung für das Rillen, Schneiden und Perforieren in einem Durchgang dient.
Kurz darauf folgte ein separates Falzaggregat aus dem konkreten Grund, dass das Geschäft mit Trauerkarten enorm zugelegt hatte und zusätzliche Kapazitäten erforderte. Der FKS-Maschinenpark wuchs weiter, als O.D.D. einen älteren DocuCutter aus einem Schwesterbetrieb übernahm, mit dem man zufrieden war, ihn aufgrund seines Alters aber durch einen modernen FKS/Duplo DocuCutter DC-618 ablöste.
Nächster Schritt schon in Planung
Mit der Installation der iSaddle ist diese Anschaffungspolitik keineswegs abgeschlossen. Der nächste Schritt ist bereits in Planung: Demnächst ergänzt eine weitere Touchline als Backup den Maschinenpark. Mit diesem Backup-System soll ein Engpass bei zeitkritischen Produkten entschärft werden.
Quelle: Grafische Palette 04/2026, Ausgabe Südwest