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21. Juli 2017

Multifinishing – vollautomatisch zum verkaufsfertigen Produkt

Multifinisher fassen bisher eigenständige Prozesse hoch automatisiert zusammen. Spätestens seit den 1990er Jahren befindet sich die grafische Industrie in einem evolutionären Wandel, in dessen Verlauf sich die Strukturen der Branche, die Geschäftsmodelle und mit ihnen ebenfalls die Wertschöpfungsketten dramatisch verändert haben.

Nach dem Wegfall der Erlösquellen Satz und Repro konzentrierten sich die Druckereien auf Produktivitätssteigerungen im Print-Prozess  – und wurden zugleich immer austauschbarer. Dauerhaft konnten in diesem Wettbewerb nur finanzstarke Unternehmen bestehen. In der Folge setzte ein Konsolidierungsprozess ein, der bis heute anhält und durch Geschäftsmodelle wie Digitaldruck-Dienstleister und Online-Druckereien noch verstärkt wird. Der typischen Druckerei mit Laufkundschaft und lokalen oder regionalen Kunden werden gegenüber den auf überregionale Märkte ausgerichteten Druckfabriken in Zukunft kaum noch Chancen eingeräumt.

Doch diese Prognose könnte auch von einer anderen Realität eingeholt werden. Denn gerade kleiner werdende Auflagen und immer kürzere Lieferzeiten spielen den Betrieben in die Hände, die schlank aufgestellt sind, flexibel agieren und clevere Arbeitsabläufe einsetzen.

Und da keine Drucksache direkt ab Druckmaschine ausgeliefert wird, gehören schneiden, falzen, heften, stanzen, rillen, perforieren und kleben zum Finishing jeder Drucksache. Kurze Lieferzeiten machen das Finishing im eigenen Haus dabei nahezu unumgänglich. Der Weiterverarbeitung kommt damit innerhalb der Wertschöpfungskette eine zunehmende Bedeutung zu.


Kostenfalle „Schneiden“
Kleine Auflagen, hohe Flexibilität und schnelle Auftragswechsel sind die Stärken moderner Digitaldruck- und Bogenoffsetmaschinen. Diese Vorteile bei der Drucksachenproduktion lassen sich jedoch nur aufrechterhalten, wenn die Weiterverarbeitung nicht zum Flaschenhals wird. Kleine Auflagen verlangen im Finishing daher neben kurzen Umrüstzeiten und niedrigen Makulaturquoten ein einfaches Handling gerade bei relativ kleinen Formaten.

Für solche Produktionen sind Weiterverarbeitungsmaschinen, wie sie in klassischen Offsetdruckereien genutzt werden, jedoch meist ungeeignet, weil überdimensioniert, und werden dadurch in der Regel nicht wirtschaftlich eingesetzt. Betriebe, die im Offset- und Digitaldruck arbeiten, nutzen daher nur in Ausnahmefällen das bestehende Equipment für beide Verfahren. Denn wer will schon auf einem Planschneider für das Bogenformat 70 x 100 cm Visitenkarten in kleinen Mengen schneiden? Andererseits erfüllen viele Kleingeräte nicht die Ansprüche professioneller Druckereien an Präzision und Geschwindigkeit. Selbst vermeintlich einfache Arbeiten, wie das Schneiden, können zur Kostenfalle werden. Wer einmal Schneide-Aufträge kalkuliert, wird schnell feststellen, dass die Stückkosten bei konventioneller Arbeitsweise nicht selten den Verkaufspreis übersteigen. Diesen Gegebenheiten folgend, wurden speziell für das Finishing kleinerer Auflagen adäquate Systeme konzipiert.


Einzelbogen statt Stapel
Was in Druckfabriken durch Standardisierung und Automatisierung der Arbeitsabläufe an Effizienz erreicht werden kann, übernehmen bei kleineren Auflagen und Formaten sogenannte Multifinisher, bei denen mehrere, bisher eigenständige Prozesse, hoch automatisiert zusammengefasst werden.

Zunächst nur für die Fertigung von Visitenkarten ausgelegt, sind inzwischen immer mehr Formate und Funktionen dazu gekommen. Typische Vertreter solcher Multifinisher sind die FKS/Duplo DocuCutter, die mit ihrer automatisierten Präzision eine neue Dimension im Finishing definiert haben. Die Multifinishing-Systeme sind in der Lage, in einem Arbeitsgang längs-, quer- und auszuschneiden, zu perforieren, zu rillen und je nach Modell auch zu falzen. Dabei werden die Druckbogen nicht stapelweise, sondern als Einzelbogen verarbeitet.

Der Einzug vom Stapel vermeidet jede Art von Markierungen auch bei empfindlichen Drucksachen. Anleger mit Saug- und Blasluft führen dem Aggregat über eine Ausrichtstrecke Papiere bis 350 g/m² zu. Die Bogenformate, die sich verarbeiten lassen, sind mit 370 x 670 mm deutlich größer als SRA 3 und das kleinste Endformat hat mit 28 x 48 mm geringere Ausmaße als eine Visitenkarte.

 

Hohes Maß an Automatisierung
Charakteristisch für die Maschinen ist dabei das hohe Maß an Automatisierung. Allein schon die grafische Benutzeroberfläche ermöglicht eine intuitive und schnelle Einstellung der jeweiligen Jobs. Häufig wiederkehrende Jobs können jederzeit wieder aufgerufen und bevorzugte Einstellungen hinterlegt werden, um die Rüstzeiten zu minimeren.

Darüber hinaus kommen für eine reibungslose Produktion eine Ultraschall-Doppelbogenkontrolle und Markenleser zum Einsatz, die Schwankungen in der Anlage oder bei nicht ganz präziser Platzierung des Druckbildes auf dem Papierbogen automatisch ausgleichen. Eine CCD-Kamera liest mitgedruckte Barcodes, ruft alle Einstellungen auf und die motorisierten Werkzeuge werden in die richtige Position gebracht. Jobwechsel sind somit innerhalb von 20 Sekunden möglich – und das von Bogen zu Bogen.

Diese innovativen Funktionen und die mechanische Leistungsfähigkeit erlauben eine schnelle Verarbeitung bei einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Bogen pro Minute. Ist eine Druckbildkorrektur nicht erforderlich, liegt die maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit sogar bei 50 Bogen pro Minute oder 3.000 Bogen je Stunde. Eine Auslage mit erhöhter Ablagekapazität für große Formate und die automatisch absenkende Auslage für Visiten- und Postkarten ermöglichen längere Produktionszeiten ohne Unterbrechung.

 

Vollautomatisch zum verkaufsfertigen Produkt
Schneiden, Rillen, Perforieren und Falzen in einem einzigen Aggregat steigert demzufolge die Effizienz des Finishings, eliminiert Transportwege, senkt den Raumbedarf und nicht zuletzt auch Energiekosten gegenüber der Weiterverarbeitung an separaten Maschinen. Dabei fällt so gut wie keine Makulatur an und Fehlerquellen werden stark reduziert.

Der größte Gewinn für einen Druckbetrieb dürfte aber der reduzierte Personaleinsatz bei gleichzeitig höherer Produktionsleistung sein. Damit einher geht auch die Zeitersparnis durch weniger Rüstzeiten, die bei bis zu 85% gegenüber konventionellen Arbeitsweisen liegen kann. Und: Druckbogen werden mit einem Multifinisher in nur einem Bogendurchlauf vollautomatisch zu einem verkaufsfertigen Produkt.

Auch wenn die Wertschöpfungskette dadurch nicht erweitert wird, so steigern die integrierten Fertigungsprozesse der FKS/Duplo DocuCutter die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Druckereibetriebe.

 

Über FKS
Ing. Fritz Schroeder GmbH & Co. KG (FKS) ist einer der führenden Anbieter von grafischen Maschinen mit Lösungen für „Alles nach dem Druck“. Die Produktpalette umfasst Maschinen zum Broschürenfertigen, Sammelheften, Zusammentragen, Klebebinden, Rillen, Schneiden, Perforieren und Falzen sowie zum Laminieren und UV-Lackieren.

Die von FKS vertriebenen Systeme für Druckweiterverarbeitung sind auf höchste Wirtschaftlichkeit und besondere Flexibilität ausgerichtet. Leistungsbereiche der traditionellen Papierverarbeitung werden dabei ebenso erfüllt wie die Besonderheiten im Umfeld des Digitaldruckes.

Schon seit Gründung des Familienunternehmens im Jahr 1954 konzentriert sich FKS auf den Import, die Veredelung und den Vertrieb Grafischer Maschinen. Durch die mehr als 50-jährige Erfahrung im Vertrieb und Service in über 40 Ländern sind ausschließlich auf dem Weltmarkt führende Hersteller durch FKS exklusiv in Deutschland vertreten.

Durch ein flächendeckendes Netz qualifizierter FKS Kompetenz-Center bietet FKS bundesweit ein optimales Vertriebs- und Serviceprogramm. Motivierte Fachberater und hervorragend ausgebildete Servicetechniker stehen an sechs Standorten in Deutschland zur Verfügung.

Mit Sitz in Barsbüttel bei Hamburg steuert Geschäftsführer Jörg Stutz die Vertriebs-, Marketing- und Service-Aktivitäten des Unternehmens. Die Ing. Fritz Schroeder GmbH & Co. KG ist eine Schwesterfirma der IT-Dienstleistungsunternehmen Friedrich Karl Schroeder GmbH & Co. KG und ITworks! GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg und Friedrich Karl Schroeder Austria GmbH & Co. KG in Salzburg. Alle vier Unternehmen bilden gemeinsam die FKS-Gruppe und beschäftigen zusammen mehr als 250 Mitarbeiter.

Kontakt:
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